{"product_id":"scham-eine-gesellschaftsdiagnose-9798199415019","title":"Scham: Eine Gesellschaftsdiagnose","description":"\u003cp\u003e • Author(s): Tilo Marschner\u003cbr\u003e • Publisher: Independently Published\u003cbr\u003e • Publisher Imprint: Independently Published\u003cbr\u003e • BISAC: General\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cb\u003eDie Scham ist nicht verschwunden. Sie hat ihre Stellung in der gesellschaftlichen Architektur gewechselt.\u003c\/b\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn den letzten zehn Jahren hat sich eine alte menschliche Empfindlichkeit aus dem privaten Innenraum, in den die moderne Gesellschaft sie �ber Jahrhunderte abgeschoben hatte, in einen �ffentlichen Raum zur�ckbewegt, der nie schl�ft. Eine ungeschickte Pointe einer privaten Person reicht f�r ein globales Lehrst�ck. Ein zehn Jahre alter Post taucht zum Bewerbungsgespr�ch wieder auf. Ein falsch betontes Wort wird zur Pressemeldung. Der digitale Pranger ist keine Metapher. Er ist eine Infrastruktur mit Gesch�ftsmodell.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWas die soziale Plattform der Scham antut, ist eine Verschiebung. Sie verwandelt eine innere Instanz, die das Subjekt selbst regulierte, in ein �u eres Steuerungs-Werkzeug, das durch Sichtbarkeit, Vergleich und Archivierung funktioniert. Die Emp�rung ist dabei kein Schaden. Sie ist eine Ressource. Eine Gesellschaft, in der die Emp�rung eine Ressource ist, produziert mehr Besch�mungs-Episoden, weil sie an ihnen verdient.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eTilo Marschner sortiert diese Verschiebung in zw�lf Etappen. Was Scham vom Schuld-Affekt unterscheidet. Wie der Blick des Anderen sich verallgemeinert, wenn er aus einer Infrastruktur kommt. Warum der Pranger das Dorf nicht verlassen hat, sondern den Ma stab gewechselt. Welche Sprache die Plattform sagbar macht und welche sie stillschaltet. Warum K�rperscham im Bilderozean kein R�ckschritt der Aufkl�rung ist, sondern ihr Folgekapitel. Warum die schamlose Gesellschaft keine freiere Gesellschaft ist.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Buch arbeitet entlang der Standardliteratur. Bernard Williams und Martha Nussbaum als philosophische Anker. Richard Sennett �ber den Verfall des �ffentlichen Lebens. Byung-Chul Han �ber die Transparenzgesellschaft und den Zwang zur Sichtbarkeit. Erving Goffman �ber die Selbstinszenierung. Eva Illouz �ber die Industrie der Gef�hle. Jon Ronson �ber den ersten Lehrfall des digitalen Prangers. Eine Sortierung, keine Therapie.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine ruhige, s�kular-aufkl�rerische Beschreibung. F�r Leserinnen und Leser, die wissen wollen, wem die eigene Emp�rung n�tzt, bevor sie sie �u ern. F�r Skeptikerinnen und Skeptiker, die mit Untergangs-Erz�hlungen und Coach-Sprech nichts anfangen k�nnen. F�r Menschen, die wissen wollen, in wessen Interesse hier eigentlich eine Empfindlichkeit mobilisiert wird, die ihnen selbst geh�rt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cb\u003eBand 3 der Reihe \u003ci\u003eTilo Marschner: Gegenwartsdiagnosen\u003c\/i\u003e.\u003c\/b\u003e Nach Band 1 \u003ci\u003eAlgorithmus\u003c\/i\u003e �ber die digitale Macht und Band 2 \u003ci\u003eUnfreiheit\u003c\/i\u003e �ber ihre politische Form nimmt der dritte Band die affektive Tiefenschicht in den Blick.\u003c\/p\u003e","brand":"Independently Published","offers":[{"title":"Paperback","offer_id":47968744177815,"sku":"9798199415019","price":1277.0,"currency_code":"INR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0666\/3471\/1191\/files\/9798199415019.webp?v=1782919267","url":"https:\/\/atlanticbooks.com\/products\/scham-eine-gesellschaftsdiagnose-9798199415019","provider":"Atlantic Books","version":"1.0","type":"link"}