Skip to content

Booksellers & Trade Customers: Sign up for online bulk buying at trade.atlanticbooks.com for wholesale discounts

Booksellers: Create Account on our B2B Portal for wholesale discounts

Bestattungsrituale in Unteritalien Vom 5. Bis 4. Jh. V. Chr.: Überlegungen Zur Sogenannten Samnitisierung Kampaniens

by Christiane Nowak
Save 17% Save 17%
Current price ₹13,815.00
Original price ₹16,578.00
Original price ₹16,578.00
Original price ₹16,578.00
(-17%)
₹13,815.00
Current price ₹13,815.00

Imported Edition - Ships in 18-21 Days

Free Shipping in India on orders above Rs. 500

Request Bulk Quantity Quote
+91
Book cover type: Hardcover
  • ISBN13: 9783954900435
  • Binding: Hardcover
  • Subject: N/A
  • Publisher: Dr Ludwig Reichert Verlag
  • Publisher Imprint: Dr Ludwig Reichert Verlag
  • Publication Date:
  • Pages: 200
  • Original Price: USD 119.0
  • Language: German
  • Edition: N/A
  • Item Weight: 1098 grams
  • BISAC Subject(s): Ancient / General

Die sogenannte Samnitisierung Kampaniens ist eines der g�ngigen Erkl�rungsmodelle f�r die Wandlungsprozesse im Bestattungsritual des 5. und 4. Jhs., die in den griechischen Kolonien und Siedlungen Kampaniens, aber auch im �brigen Unteritalien zu dieser Zeit zu beobachten sind.
Die Idee der sogenannten Samnitisierung wird als Ausbreitungswelle des italischen Volkes der Samniten aus ihrem urspr�nglichen Siedlungsgebiet, dem mitterlen und s�dlichen Apennin, in Richtung der fruchtbaren kampanischen Ebene und von dort aus weiter nach Unteritalien, verstanden. Dieser Prozess kulminiere laut g�ngiger Interpretation in der Eroberung der florierenden griechischen und etruskischen St�dte Kampaniens wie Poseidonia, Kyme und Capua am Ende des 5. Jhs. und l�se die Wandlungsprozesse im Bestattungsritual der St�dte aus. Implizit wird bei dieser Lesart davon ausgegangen, Bestattungsrituale spiegelten ethnische Identit�ten wider und es h�tte ein physischer Austausch der Bev�lkerung in den griechischen Poleis stattgefunden. Problematisch an dieser stark ethnifizierenden Deutung ist der Gebrauch eines essentialistisch verstandenen Ethnizit�tsbegriffes, welcher aus heutiger Perspektive als �berholt gelten muss. Ethnizit�t als situationale Identit�t ist keine konstante, unwandelbar bleibende Gr� e. Die aus den literarischen Quellen �berlieferten Begriffe wie Lukaner, Samniten und Kampaner, die h�ufig als 'ethnische Einheiten' gedacht werden, m�ssen vielmehr als konstruierte ethnische labels verstanden werden, die vor allem mit der Gattung der antiken Geschichtsschreibung und der Tradierung von Ereignisgeschichte verbunden sind. Das Ziel dieses Buches ist es daher, dieses g�ngige Interpretationsmodell kritisch zu hinterfragen, das Problempotential aufzuzeigen und eine alternative Deutung f�r die Ver�nderungen im Bestattungsritual vorzustellen.
Eine vergleichende Analyse der Bestattungsrituale der durch samnitische St�mme eingenommenen griechischen Kolonien konnte zeigen, dass die Transformationen in den jeweiligen Nekropolen der St�dte nicht auf ein einheitliches Ph�nomen zur�ckgef�hrt werden k�nnen. Daf�r setzten die Ver�nderungen in jeder Stadt zu unterschiedlichen Zeiten ein und �u erten sich auf unterschiedliche Weise. Auch die als Indikatoren einer Samnitisierung benutzen Materialgattungen wie Waffen in Form von Dreischeibenpanzern und bronzenen G�rteln, die gerne als ethnische Marker verstanden werden, scheinen nicht mit dem postulierten Ph�nomen einer Samnitisierung in Verbindung zu stehen. Eine chronologische und chorologische Analyse dieser Fundgattungen zeigte eine v�llig andere Verbreitung und Chronologie, die ebenfalls mit dem Modell der Samnitisierung nicht in Einklang zu bringen ist.
Auch ein Blick auf die Bestattungsrituale der indigenen Siedlungen im bergigen Hinterland S�ditaliens, f�hrt zu keinem klaren Bild bez�glich der Frage, ob eine Beeinflussung des Bestattungsrituals von diesen Siedlungen angenommen werden kann. Zwar weisen die Bestattungsrituale �hnlichkeiten bez�glich der Verwendung von Grabbeigaben auf, die Art ihrer Deponierung unterscheidet sich jedoch wesentlich. Gemeinsamkeiten im Bestattungsritual bleiben zumeist auf eine lokale Bestattungsgemeinschaft beschr�nkt. Generell ist im Bestattungsbrauch des 5. und 4. Jhs. jedoch die Artikulation der sozialen Rolle des Verstorbenen als auch der Wunsch einer konkreten Beschreibung der zu Lebzeiten ausgef�hrten T�tigkeit zu beobachten, die durch die Beigabe unterschiedlichster nichtkeramischer Objekte beobachtet werden kann. Diese Entwicklung lie sich �bergreifend sowohl in griechischen Kolonien als auch in den Siedlungen Kampaniens und der Magna Graecia nachweisen.

Christiane Nowak wurde am 27.01.1981 in Leipzig geboren. Ihr Studium der Klassischen Archäologie, Kunstgeschichte und Alten Geschichte begann sie im Jahr 2000 an der Universität Leipzig und setzte dieses mit einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Universität zu Köln und in Rom fort. 2011 wurde sie im Fach Klassische Archäologie an der Universität Köln promoviert. Nach dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts (2011/2012) trat die Autorin die Stelle als Allgemeine Referentin am Deutschen Archäologischen Institut in Rom an. Ihre Forschungsinteressen gelten der Archäologie und Geschichte Großgriechenlands. Ein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der antiken Plastik und Bauornamentik.

Trusted for over 49 years

Family Owned Company

Secure Payment

All Major Credit Cards/Debit Cards/UPI & More Accepted

New & Authentic Products

India's Largest Distributor

Need Support?

Whatsapp Us