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Für eine neue Freiheit 2: Kritik der politischen Gewalt: Soziale Funktionen

by Stefan Blankertz , Murray Rothbard
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Book cover type: Paperback
  • ISBN13: 9783739219608
  • Binding: Paperback
  • Subject: N/A
  • Publisher: Bod - Books on Demand
  • Publisher Imprint: Bod - Books on Demand
  • Publication Date:
  • Pages: 316
  • Original Price: GBP 27.5
  • Language: German
  • Edition: 1. Auflage
  • Item Weight: 345 grams
  • BISAC Subject(s): Political Ideologies / Anarchism

Lassen Sie uns überlegen, was die staatliche Verwaltung von allen anderen Organisationen in der Gesellschaft unterscheidet. ... Zuerst erhält jede andere Gruppe ihr Einkommen durch freiwillige Zahlungen ... Nur der Staat erlangt sein Einkommen durch Zwang und Gewalt. ... Ein zweiter Unterschied ist, dass, von Kriminellen abgesehen, nur der Staat seine Mittel dazu nutzen kann, gegen seine eigenen oder irgendwelche andere Menschen Gewalt anzuwenden. Murray N. Rothbard. Im zweiten Band seiner Kritik der politischen Gewalt behandelt Murray N. Rothbard (1926-1995) die Möglichkeit, das gesellschaftliche Leben ganz ohne Staat zu organisieren (nachdem der erste Band gezeigt hat, dass die Anwendung von Gewalt zur Aufrechterhaltung der politischen Ordnung nach innen und au en ein grobes Unrecht ist). Wenn auch in der einen oder anderen Hinsicht bereits vorbereitet, ist dieser zweite Band die erste umfassende nicht-naive Darstellung einer gewaltlosen Erfüllung sozialer Funktionen samt dem Stra enverkehr, der Verbrechensbekämpfung und der Justiz. Mit nicht-naiv meine ich: Vor-rothbardische anarchistische Konzeptionen hatten die Tendenz, implizit, wenn nicht sogar explizit mit der naiven Annahme zu operieren, in einer freien Gesellschaft würden gesellschaftliche Probleme wie Kriminalität gar nicht erst auftreten; für andere soziale Funktionen, die der Staat monopolisiert, wie Stra enbau und Regelung des Verkehrs, gab es meist überhaupt keine Vorstellungen au er einem Hinweis auf Dezentralisierung, die dann auf eine Art Kleinstaaterei (also keineswegs auf eine Abschaffung des Prinzips territorialer politischer Gewalt) hinauslief. Aufgrund jener Naivität und aufgrund des Fehlens realistischer Alternativen blieb vom Anarchismus nach jugendlicher Begeisterung für einen radikalen Begriff von Freiheit und für kompromisslose Ablehnung von Krieg und Gewalt später meist nicht mehr viel übrig. Bezüglich aller gleichsam 'reiferen' Beschäftigungen musste doch auf staatlich-gewaltsame Lösunge

Stefan Blankertz, 1956, "Wortmetz", Lyrik und Politik für Toleranz und gegen Gewalt.

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