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Dichter und ihre Gesellen

by Joseph Von Eichendorff
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Book cover type: Paperback
  • ISBN13: 9791041903641
  • Binding: Paperback
  • Subject: N/A
  • Publisher: Culturea
  • Publisher Imprint: Culturea
  • Publication Date:
  • Pages: 176
  • Original Price: USD 22.0
  • Language: German
  • Edition: N/A
  • Item Weight: 327 grams
  • BISAC Subject(s): Classics

In den letzten Strahlen der Abendsonne wurde auf der grünen Höhe ein junger Ritter sichtbar, der zwischen dem Jauchzen der Hirten und heimkehrenden Spaziergänger fröhlich nach dem freundlichen Städtchen hinabritt, das wie in einem Blütenmeere im Grunde lag. Er sann lange nach, was ihn hier mit so altbekannten Augen ansah, und sang immerfort ein längst verklungenes Lied leise in sich hinein, ohne zu wissen, woher der Nachhall kam. Da fiel es ihm plötzlich aufs Herz: wie in Heidelberg lagen die Häuser da unten zwischen den Gärten und Felsen und Abendlichtern, wie in Heidelberg rauschte der Strom aus dem Grunde und der Wald von allen Höhen! So war er als Student manchen lauen Abend sommermüde von den Bergen heimgekehrt und hatte über die Feuersäule, die das Abendrot über den Neckar warf, in die duftige Talferne gleichwie in sein künftiges, noch ungewisses Leben hinausgeschaut. Mein Gott, rief er endlich, da in dem Städtchen unten mu ja Walter wohnen, mein treuer Heidelberger Kamerad, mit dem ich manchen stillen, fröhlichen Abend auf den Bergen verlebt! Was mu der wackere Gesell nicht alles schon wissen, wenn er fortfuhr, so flei ig zu sein wie damals! - Er gab ungeduldig seinem Pferde die Sporen und hatte bald das dunkle Tor der Stadt erreicht. Walters Wohnung war in dem kleinen Orte leicht erfragt: ein buntes, freundliches Häuschen am Markte, mit hohen Linden vor den Fenstern, in denen unzählige Sperlinge beim letzten Abendschimmer einen gewaltigen Lärm machten. Der Reisende sprang eilig die enge, etwas dunkle Treppe hinan und ri die ihm bezeichnete Tür auf, die Abendsonne, durch das Laub vor den Fenstern zitternd, vergoldete soeben die ganze, stille Stube, Walter sa im Schlafrock am Schreibtische neben gro en Aktenstö en, Tabaksbüchse, Kaffeekanne und eine halbgeleerte Tasse vor sich. Er sah den Hereintretenden erstaunt und ungewi an, seine Gipspfeife langasm weglegend. Baron Fortunat! rief er dann, mein lieber Fortunat! und beide Freunde lagen einander

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