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Einmal Verbrecher -- Immer Verbrecher?

by Wolfgang Stelly , Jürgen Thomas
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Book cover type: Paperback
  • ISBN13: 9783531136653
  • Binding: Paperback
  • Subject: N/A
  • Publisher: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
  • Publisher Imprint: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
  • Publication Date:
  • Pages: 340
  • Original Price: USD 59.99
  • Language: German
  • Edition: 2001
  • Item Weight: 599 grams
  • BISAC Subject(s): Sociology / General

Hinter dem weiten Begriff "Kriminalit�t" verbergen sich zahlreiche unterschiedliche Problemlagen, die zwar in der Wirklichkeit des Lebens alle auf die eine oder andere Weise miteinander verkn�pft sind, aber dennoch in wissenschaftlicher, praktischer und (kriminal-) politischer Hinsicht einer separaten Analyse bed�rfen, wenn man im Grundlagenwissen weiterkommen und Anwendungswissen verbessern will. Krimina- lit�t als soziales Ph�nomen, insbesondere Massenph�nomen in modernen Gesell- schaften, hat andere Gesetzm� igkeiten denn Kriminalit�t als Einzelereignis im Alltag oder Kriminalit�t als Teil einer lebensgeschichtlichen Verstrickung von Men- schen in eine Art Kreislauf von "Verbrechen und Strafe", die in bestimmten F�llen als ausgepr�gte so genannte "kriminelle Karriere" imponiert. Dunkelfelduntersu- chungen in der Kriminologie haben �berall in der Welt in den letzten Jahrzehnten den Befund verfestigt, dass das Begehen von Handlungen, die einem Straftatbestand subsumiert werden k�nnen, vor allem bei den m�nnlichen Angeh�rigen der Normal- population statistisch normal und sozusagen ubiquit�r ist. Das hei t, im Schnitt rund 90 %junger M�nner geben bei so genannten T�terbefragungen an, Straftaten began- gen zu haben. Die meisten dieser Taten werden allerdings nicht entdeckt. Und die meisten jungen Menschen bleiben offiziell unauff�llig oder kommen, selbst wenn sie einmal polizeilich angezeigt werden, allenfalls vor�bergehend "in Schwierigkeiten". Eine genauere Analyse der Ergebnisse von T�terbefragungen im Dunkelfeld zeigt nun regelm� ig, soweit die Daten �berhaupt entsprechende Differenzierung erlau- ben, dass das Begehen von Straftaten, wenn es auch normal ist, jedenfalls nicht gleich verteilt ist. Vereinfacht: viele Befragte geben nur eine oder maximal 3 Strafta- ten an, wenige Befragte geben viele Straftaten an.

W. Stelly ist Mitarbeiter am Institut für Kriminologie der Universität Tübingen.
J. Thomas ist Mitarbeiter am Institut für Kriminologie der Universität Tübingen.

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