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Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte

by Leonid Luks , Gunter Dehnert , Nikolaus Lobkowicz
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Book cover type: Paperback
  • ISBN13: 9783838218533
  • Binding: Paperback
  • Subject: N/A
  • Publisher: Ibidem Press
  • Publisher Imprint: Ibidem Press
  • Publication Date:
  • Pages: 160
  • Original Price: GBP 34.0
  • Language: German
  • Edition: N/A
  • Item Weight: 200 grams
  • BISAC Subject(s): Russia / General

Wie viele deutsche K�nstler und Intellektuelle verstand Thomas Mann den Ersten Weltkrieg als Reaktion des Bismarck-Reiches auf eine internationale Verschw�rung des umgebenden Europa unter der F�hrung Frankreichs. In einem monumentalen Werk, den Betrachtungen eines Unpolitischen, verteidigte er Deutschland und rechtfertigte zugleich die eigene Position als Schriftsteller. Er beschreibt - in zahlreichen Anl�ufen - die Gegens�tzlichkeit der beiden Parteien. Das Deutsche Reich erscheint als Schutzmacht althergebrachter deutscher Werte. Deutsche Kultur stehe gegen den franz�sischen "zivilisatorischen" Fortschrittsglauben, deutsche Dichtung, darunter die eigenen Werke, stehe gegen westliche "Literatur." Der Wilhelminische Obrigkeitsstaat sch�tze deutsche Metaphysik und Musik, er sch�tze die zur Ironie f�hige Lebensfreundlichkeit der deutschen Kunst gegen den platten Fortschrittsglauben und die verquere Tugend-Ideologie franz�sischer Provenienz. Thomas Manns Verteidigungs-Buch wurde, teilweise mit seinem Wissen, zu einem gigantischen R�ckzugsgefecht. Im Jahr seines Erscheinens (1918) war das Deutsche Reich am Ende. Thomas Mann reagierte darauf, indem er in den folgenden Jahren die Vision von einer "Deutschen Republik", einer sozialen Demokratie entwarf. Er beging nicht wie viele seiner Landsleute den Fehler, nach dem harten "Diktat von Versailles" f�r einen neuen deutschen Nationalismus zu pl�dieren. Seine einschr�nkungslose Gegnerschaft zum aufkommenden Nationalsozialismus f�hrte ihn schlie lich in die Emigration. (Aus dem Beitrag von Ruprecht Wimmer)

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