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Heilige oder Hure: Wie das Bundesverfassungsgericht in seinen Entscheidungen zum Schwangerschaftsabbruch Frauen sprachlich stereotypisiert und gedankl

by Julia Merkel
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Book cover type: Paperback
  • ISBN13: 9783638818247
  • Binding: Paperback
  • Subject: N/A
  • Publisher: Grin Verlag
  • Publisher Imprint: Grin Verlag
  • Publication Date:
  • Pages: 24
  • Original Price: USD 25.5
  • Language: German
  • Edition: N/A
  • Item Weight: 46 grams
  • BISAC Subject(s): Legal History

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 2,25, Johann Wolfgang Goethe-Universit�t Frankfurt am Main, Veranstaltung: Interdisziplin�res Seminar "Gender, Sprache und Recht", Sprache: Deutsch, Abstract: Die Sprache der Bundesverfassungsgerichtsentscheidungen (BVerfGE) zum Schwangerschaftsabbruch von 1975 und 1993 unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Geschlechtergerechtigkeit offensichtlich. Dies ist nicht verwunderlich, liegen doch fast zwanzig Jahre Frauenbewegung und Emanzipationsbem�hungen zwischen diesen beiden Urteilen, und die Erg�nzung zu Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz im Zuge der Verfassungsreform von 1994 steht 1993 kurz bevor. Wird 1975 noch ungeniert von der "abtreibungswilligen" Frau gesprochen, die sich widernat�rlich ihrer Verantwortung entzieht, tritt an ihre Stelle 1993 die "Frau, die den Schwangerschaftsabbruch erw�gt", die von der Gesellschaft und Politik in ihrer Entscheidung f�r das Austragen best�rkt werden muss, und auch nach der Entbindung nicht allein gelassen werden darf. Oberfl�chlich liest sich die Sprache der BVerGE 88, 203 aus geschlechtergerechter Perspektive durchaus entspannter und ohne allzu viel staunendes Kopfsch�tteln, obwohl einige grobe Formulierungen, Darstellungen und Unachtsamkeiten die Jahre �berdauern konnten. Trotzdem es mit der blo en Feststellung der Ver�nderungen und Verbesserungen nicht getan. Deshalb sollen im Mittelpunkt meiner Untersuchung folgende Fragestellungen stehen, die es zu bearbeiten gilt: Welches Frauenbild beschw�ren die beiden Entscheidungen herauf, wie werden Frauen sprachlich dargestellt, stereotypisiert und gedanklich ausgegrenzt in einer Materie, die eigentlich stark weiblich gepr�gt sein m�sste? Welche Ver�nderungen werden in der zweiten Entscheidung sprachlich gemacht, und was haben diese zur Folge? Welche Ausgrenzungen und Diskriminierungen kann die zweite Entscheidung �berkommen? Und besonders: ver�ndert sich mit der sprac

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