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Psychotherapeutisch Denken: Patient Und Therapeut in Der Analytischen Arbeit

by H. Junker , T. Wassner
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Book cover type: Paperback
  • ISBN13: 9783540132318
  • Binding: Paperback
  • Subject: N/A
  • Publisher: Springer
  • Publisher Imprint: Springer
  • Publication Date:
  • Pages: 260
  • Original Price: EUR 51.39
  • Language: German
  • Edition: 1984
  • Item Weight: 436 grams
  • BISAC Subject(s): Psychotherapy / General

Welche Biicher braucht die analytische Psychotherapie? Psychoanalytische Forschung hat iiber einen langen Zeit- raum ein breites Spektrum von Antworten erarbeitet: Naturwis- senschaftlich-medizinische Methodik entwickelte in der Dogma- tik der neurosenpsychologischen Krankheitslehre ein Begriffs- system von Diagnosen, dem spezielle Behandlungsverfahren zuge. ordnet werden. Darauf beziehen sich die klassischen Lehrbiicher, die Kompendien, die Einfiihrungen in eine wissen- schaftliche Systematik. Daneben besteht eine geisteswissen- schaftliche Denkrichtung, die sich hermeneutisch gewonnenen Erkenntnissen verpflichtet fiihlt. Sie hat philosophische Texte, biographische Studien, metapsychologische Monographien her- vorgebracht. Daneben hat eine psychotherapeutische Forschung auf Daten und Objektivierung sowie auf ihre computergesteu- erte Interpretation gesetzt. Daraus entstanden Datenbanke, ab- rufbare Informationen. Welche Forschung aber, welche Litera- tur ist der Psychoanalyse und der analytischen Therapie ange- messen? Ausgehend von der Pramisse, daB Psychotherapie die Bezie- hung zwischen Menschen gestaltet und erforscht, ist ihre Me- thode so ausgerichtet, daB sie interpersonale Kommunikationen beschreibbar und lesbar macht. Ein Widerspruch wird offenkundig, da Kommunikation als existenzieller, verbaler Ausdruck sich dem Schreiben und der Schriftlichkeit zunachst entzieht. Nur die Praxis der Therapie, so scheint es, konne iiber eine giiltige Darstellung verfiigen und dem individuellen Leiden gerecht werden, wissenschaftliche Li- teratur hingegen sei notwendig Theorie und dem konkreten Pro- blem der Behandlung nicht angemessen. Sollte deshalb auf Schriftlichkeit verzichtet werden, der Aus- tausch von Wissen iiber Psychoanalyse und Psychotherapie sich nur in Fachgesprachen, durch Supervisionen, auf Kongressen und Fortbildungen - allein in Erlebenskontexten vollziehen? Das Ziel ist, eine schriftlose Therapiekultur zu erzeugen.

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